Eigene Fans sollen Varel zum Derbysieg gegen Aurich peitschen
Varel, 30. Oktober 2025 — Varel – Derbytime: Auf diesen Moment haben Fans, Verantwortliche, Spieler und Trainer der HSG Varel lange gewartet. An diesem Samstag um 19.30 Uhr gastiert der OHV Aurich in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden. „Das Spiel gegen Aurich ist eines der Bonusspiele, auf die wir viele Jahre hingearbeitet haben. Wir freuen uns riesig auf diesePartie“, sagt Christoph Deters, Sportlicher Leiter und Geschäftsführer Anker Sportmanagement. Das Derby ist bereits seit Wochen ausverkauft. „Ich muss mein Team vor dieser Partie nicht heiß machen, sondern eher bremsen“, betont HSG-Trainer Arek Blacha, der auf die tatkräftige Unterstützung der eigenen Fans in der altehrwürdigen Pfeilerhalle setzt. „Die Zuschauer sollen uns anpeitschen“, fordert der Vareler Coach und verspricht ein torreiches Spiel. „Ich erwarte kein 10:10, sondern eher ein 30:30. Es werden Tore fallen“, sagt Blacha. So netzten die Auricher nur bei ihren beiden Niederlagen gegen Spenge (24:35) und gegen Hamm (29:35) weniger als 30 Mal ins gegnerische Tor ein. Auch die Vareler Offensive konnte zuletzt beim 37:33-Auswärtssieg in Minden glänzen. Während die Ostfriesen mit dem Saisonziel Titelgewinn hohe Erwartungen haben, hat die HSG andere Prioritäten. „Wir wollen von Spiel zu Spiel immer besser und sicherer in unseren Aktionen werden“, sagt Blacha, schränkt aber ein, dass in dieser Partie Spielkonzepte nur wenig Bedeutung haben würden. „Wir werden Kampf und Leidenschaft auf beiden Seiten sehen“, vermutet Blacha, der sein Team vor dieser Partie nicht heiß machen, sondern eher bremsen muss. Der OHV um Trainer Sven Suton liegt derzeit mit 14:4-Punkten auf dem vierten Tabellenplatz, läuft den eigenen Erwartungen aber etwas hinterher. So hatten die Auricher zuletzt auf einen Sieg beim neuen Tabellenführer Hamm gesetzt, mussten aufgrund einer schwächeren ersten Hälfte die Heimreise aber mit einer Niederlage antreten. Das alles zählt für Blacha nicht. „Derbys haben ihre eigenen Gesetze“, sagt der HSG-Trainer, der Respekt vor den Stärken des kommenden Gegners hat. „Aurich spielt einen schnellen Handball. Die Spieler sind super ausgebildet und sind stark im Eins-zu-eins-Spiel“, betont Blacha. So holte der OHV vor Saisonbeginn unter anderem einige Neuzugänge mit Erst- und Zweitliga-Erfahrung. So wechselte aus dem Nachwuchs des VfL Gummersbach der luxemburgische Spielmacher Vincent Kreiselmaier nach Ostfriesland. Luke Stricker kam vom Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen und Alon Oberman vom TBV Stuttgart. Auf der Torhüterposition verstärkte sich Aurich mit dem US-amerikanischen Nationalspieler Pal Merkovszki. Von Drittligist HC Burgenland kam Rückraumspieler Strahinja Vucetic. Bester Torschütze des Suton-Teams ist derzeit Nerdin Vunic mit 38 Treffern, davon zwei Siebenmeter. „Ich hoffe auf ein tolles Event für die Zuschauer. Wir wollen unsere Fans glücklich machen und zwei Punkte holen. Derbytime“, sagt Blacha.

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Über die HSG Varel
Die HSG Varel ist die Handballspielgemeinschaft von Vareler Turnerbund, TV Altjührden und TuS Obenstrohe mit Sitz in Varel (Landkreis Friesland, Niedersachsen) und besteht in dieser Form seit dem 1. Juli 2023. Der Verein blickt auf eine lange Handballtradition zurück: Aus dem Zusammenschluss der Handballabteilungen von Vareler Turnerbund und TV Altjührden im Jahr 1974 ging eine Spielgemeinschaft hervor, die unter wechselnden Namen — SG VTB/Altjührden, ab 2002 HSG Varel, ab der Saison 2011/12 HSG Varel-Friesland, ab 2016 wieder SG VTB/Altjührden — insgesamt 24 Spielzeiten in der 2. Handball-Bundesliga bestritt (1981/82, 1984 bis 1995 und 1999 bis 2011). Von 1975/76 bis 2016/17 spielte die Mannschaft 42 Spielzeiten ununterbrochen mindestens drittklassig. Seit dem Aufstieg 2025 tritt die erste Herrenmannschaft in der 3. Liga (Staffel Nord-West) an; Heimspielstätte ist die Manfred-Schmidt-Sporthalle in Varel-Altjührden. Wirtschaftlicher Träger des Leistungsbereichs ist die HSG Varel-Friesland UG (haftungsbeschränkt). Weitere Informationen: handball-varel.de
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